Raucherprävention am AKG

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Auch in diesem Schuljahr besuchte Herr Heyn, der Leiter des bayerischen Zentrums für Prävention im LGL, die Schüler unserer 6. Klassen, um ihnen darzustellen, warum es am besten ist mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen. Sehr eindrücklich und für die Schüler ganz klar zeigte Herr Heyn viele Gründe auf.

So ließ er die Schüler schätzen, wie viele Menschen in Deutschland im Jahr an den Folgen des Rauchens sterben. Es sind von den 900 000, die insgesamt sterben, unglaubliche 110 000 Menschen! Die Ursache dafür liegt in den vielen giftigen Stoffen (darunter radioaktive Stoffe, Stoffe, die in Rattengift vorkommen, Nikotin, das bekanntlich süchtig macht, usw.), die im Tabak vorhanden sind oder bei der Verbrennung entstehen.

Dies ist allerdings nicht der einzige Grund, warum man mit dem Rauchen gar nicht erst anfangen sollte. Anhand von Bildern zeigte Herr Heyn unseren Schülern, unter welchen Bedingungen schon ganz kleine Kinder bei der Herstellung von Zigaretten helfen müssen und dabei über die Haut so viel schädliche Stoffe aufnehmen als würden sie 50 Zigaretten am Tag rauchen – und das für einen Lohn von einem Cent in der Stunde! Das machte unsere Schüler sehr betroffen.

Wer von diesen Argumenten noch nicht überzeugt war, konnte mit ausrechnen, dass ein Paar, welches zusammen 20 Jahre lang ca. eine Schachtel Zigaretten am Tag raucht, 43 800 € dafür ausgegeben hat. Dafür könnte man sich z. B. ein schönes Auto kaufen!

Auch auf die Gefahren des E-Zigarette- oder Wasserpfeife-Rauchens ging er ein. Dabei stellte er klar, dass dies – genauso wie das Rauchen von Zigaretten – laut Jungendschutzgesetz erst ab 18 Jahren überhaupt erlaubt ist! Dies hat seine Gründe in der Gefährlichkeit der dabei inhalierten gesundheitsschädlichen Stoffe! Sein dringender Appell an die Schüler: Hände weg von Wasserpfeifen! In einem Pfeifenkopf befindet sich häufig die Nikotinmenge von 100 Zigaretten. Doch selbst wenn in dem Tabak gar kein Nikotin enthalten ist, entstehen bei der Verbrennung ganz viele giftige Substanzen, die sehr tief in die Lunge eingeatmet werden und dort an dem sehr empfindlichen Gewebe großen Schaden anrichten! Außerdem ist das Risiko sich durch Tröpfcheninfektion mit Krankheitserregern oder Schimmelpilzen zu infizieren unverhältnismäßig hoch. Dieses verglich der Leiter der Präventionsstelle damit, dass man genauso zu allen Kindern in diesem Raum sagen könnte: „Bitte huste und niese mich direkt an!“ Das wollten sich die Schüler gar nicht vorstellen!

Da die Tabakindustrie Unmengen von Geld in die Werbung investiert, um gerade die jungen Menschen an das Rauchen heranzuführen und an deren Konsum zu verdienen, legt er unseren Schülern Folgendes ans Herz: „BLEIBT KRITISCH! Und FANGT GAR NICHT ERST AN!“

Maria Seifert-Schmitt

(Präventionsbeauftragte des AKG)