Wie arbeitet eigentlich eine Stadtverwaltung? Welche Aufgaben hat der Stadtrat? Und wie entstehen politische Entscheidungen vor Ort? Antworten auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Armin-Knab-Gymnasiums bei einem Besuch im Kitzinger Rathaus. Die Exkursion fand im Rahmen der schulischen politischen Bildung statt und bot den Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in die kommunale Demokratie.
Zu Beginn begrüßte der Stadtjugendpfleger Jochen Kulczynski die Schülerinnen und Schüler und führte sie in die vielfältigen Aufgaben einer Stadt ein. Anhand anschaulicher Beispiele erklärte er, wofür eine Kommune Verantwortung trägt. Dazu gehören unter anderem der Bau und die Instandhaltung von Straßen und Brücken, die Ausstattung und Unterhaltung von Schulen und Kindergärten, die Bereitstellung von Sport- und Freizeiteinrichtungen, die Pflege von Grünanlagen und Spielplätzen sowie die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei wurde deutlich, wie viele Entscheidungen des täglichen Lebens auf kommunaler Ebene getroffen werden.
Im Anschluss schlüpften die Jugendlichen selbst in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und -politikern. So nahmen sie an einer fiktiven Stadtratssitzung teil, in der sie unterschiedliche Positionen vertraten, Argumente austauschten und über einen erfundenen kommunalpolitischen Antrag berieten. Geleitet wurde die Sitzung vom Kitzinger Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz, der den Ablauf einer echten Stadtratssitzung anschaulich erklärte und darauf achtete, dass die parlamentarischen Regeln eingehalten wurden. So konnten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erleben, wie demokratische Entscheidungsprozesse funktionieren und wie Kompromisse entstehen.
Den Abschluss des Besuchs bildete eine offene Fragerunde mit dem Oberbürgermeister. Dabei nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen der Stadtpolitik, die Herausforderungen kommunaler Entscheidungen sowie den Alltag eines Stadtoberhaupts zu informieren.
So machte die Exkursion deutlich, dass Politik nicht nur in Berlin oder München stattfindet, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt und sie war damit ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung der Jugendlichen und zur Stärkung des Interesses an kommunalem Engagement.
Text und Bilder: Ina Redweik





