Eine volle Schulwoche besuchte eine Gruppe ungarischer Schülerinnen und Schüler das AKG Kitzingen und erlebten fränkische Gastfreundschaft bei schönstem Wetter.
Nach einer zwölfstündigen Zugfahrt kamen die ungarischen Gäste aus Hatvan in Würzburg am Bahnhof an, wo sie freudig von den Schülerinnen und Schülern des AKG sowie von deren Eltern im Empfang genommen wurden. Schon in den Wochen vor dem eigentlichen Austausch hatten sich die Jugendlichen online kennen gelernt, sodass sie direkt in eine erlebnisreiche Woche starten konnten.
So stand am Montag die offizielle Begrüßung vonseiten der Schulleiterin am AKG, Frau Kristina Kurz, auf dem Programm. Anschließend wurden die Gäste durch das Schulhaus geführt. Ein Besuch im Fastnachtmuseum Kitzingen und im Anschluss eine digital geführte Stadtrallye durch Kitzingen, bei der natürlich die örtlichen Sehenswürdigkeiten vorgestellt wurden, rundete den ersten Schultag ab.
Die „Perle am Main“ wurde am nächsten Tag erkundet, und zwar zu Fuß: Bei der dreistündige Stadtwanderung vom Marktplatz über die Alte Mainbrücke auf die Festung Marienberg zeigte sich Würzburg von seiner herbstlichen Seite. Der morgendliche Nebel lichtete sich, als die Gruppe auf der Festung angekommen war und gab den Fernblick auf die prächtige Bischofsstadt frei. Da waren Selfies und Gruppenfotos angesagt!
Nürnberg sollte auch erkundet werden, und so ging am nächsten Tag in die Dürerstadt. Das Zukunftsmuseum eröffnete neue Perspektiven auf unser Leben und wie es in den kommenden Jahrzehnten ausgestaltet werden könnte. Was werden wir essen? Wie werden wir uns fortbewegen? Welche Roboter setzen wir wo ein? Mit diesen Fragen konnte man sich theoretisch, aber auch spielerisch und mithilfe von Experimenten auseinandersetzen.
Deutsche Geschichte stand am vierten Tag auf dem „Lehrplan“ des Austauschs. So fuhr die Gruppe auf das Reichsparteitagszentrum nach Nürnberg. Hier wurden sie über das Gelände geleitet. Diese Thematik interessiert ausländische Gäste meist sehr, zumal die Zeit des 2. Weltkriegs natürlich auch in Ungarn in der Schule behandelt wird. Die Gigantomanie des Regimes und seine gefährliche Selbstinszenierung wurde beim Rundgang, der an der bekannten Zeppelintribüne endete, spürbar und erfahrbar.
Beim abschließenden Besuch im Dürerhaus nahm Dürers Ehefrau „Agnes“, eine engagierte Schauspielerin in zeitgenössischem Gewandt, die Gruppe mit auf eine Reise ins Nürnberg des 16. Jahrhunderts. Das Atelier des Meisters faszinierte alle jungen Besucher.
Abends konnten die Jugendlichen Ihre Lehrer beim Bowlen herausfordern und überreichten sich ihre Abschiedsgeschenke. Die Kitzinger Schülerinnen und Schüler freuen sich auf den Gegenbesuch in Ungarn im April 2026!









