Jeden Herbst ist das Apfelsaftpressen der Einstieg in die Schulgartenarbeit. Beinahe wäre das Apfelsaftpressen in diesem Schuljahr ausgefallen. An den Bäumen der schuleigenen Streuobstwiese waren keine Äpfel bzw. waren wegen der Trockenheit schon heruntergefallen.
Vom Obsthof Zörner in Biebergau konnte die Schule 180 kg Saftäpfel günstig kaufen und so waren ca. 40 Schülerinnen und Schüler aus der 5. bis zur 13. Klasse am Freitagnachmittag eifrig dabei, Äpfel zu waschen, zu zerteilen, sie in der Mühle zu zerkleinern und das Apfelmus in die Presse zu füllen. Schon ohne zu pressen, läuft der Apfelsaft heraus, wird Druck ausgeübt, ist schnell ein Eimer mit frischem Saft gefüllt. Als Belohnung für ihre Arbeit durfte sich jeder der fleißigen Helferinnen und Helfer eine Flasche Saft für zu Hause abfüllen. Und natürlich wurde auch sofort probiert.
Dank der hohen Qualität der Äpfel musste nicht viel ausgeschnitten werden, so dass die Schale mit Pflaster, die die Schülerleiterin besorgt vorbeibrachte, diesmal gar nicht gebraucht wurde. Erst kurz vor 18.00 Uhr war alles wieder gesäubert und aufgeräumt, selten, dass so lange Leben auf dem Unteren Pausenhof der Schule am Freitagnachmittag zu beobachten ist.
Das Verarbeiten vom Obst wird mit dem Kochen von Quittenmarmelade fortgeführt. Mit dem Pressen von Apfelsaft oder dem Marmeladekochen ist das Konzept verbunden, den Wert von wenig verarbeiteten Lebensmitteln aus heimischer Produktion bewusst, schmeck- und erlebbar zu machen. Slow-Food mit Spassfaktor.





